Symposium “Weckruf Krebs”

Herzlich Willkommen zu unserem Symposium „Weckruf Krebs“

mit Dr. Walter Weber, Theodor Dierk Petzold, Prof. Dr. Unterberger,
Lothar Hirneise, Bernd Joschko u.v.m.
im Rahmen der Messe „Medizin und Bewusstsein“
vom 8. bis 10.11.2019 in Königstein bei Frankfurt!

Selbstheilung ist natürlich, erprobt, gratis und immer dabei. Selbstheilung ist lernbar und lehrbar.

Doch hilft die Selbstheilung auch bei einer Diagnose wie „Krebs“, die wie ein angstdunkler Schatten durch unsere Welt weht?
Wenn ja, wie?

Diese Frage hat uns inspiriert, Menschen aus Wissenschaft und Praxis, Betroffene und Angehörige einzuladen, um ein klareres Bild zu erhalten, was Heilungswege aus Krebs möglich macht. Wir haben einen Raum innerhalb des Messekongresses “Medizin und Bewusstsein” gemietet und ein tolles Programm zusammengestellt: “Weckruf Krebs: Krebs verstehen – vorbeugen – verwandeln“.

Lassen Sie sich 3 Tage lang von lebensverändernden Weisheiten unserer Top-Expert*innen in Vorträgen, Workshops, Meditationen, Podiumsdiskussionen, Film und Tanz inspirieren. Dabei sind:

der Onkologe und Autor von “Hoffnung bei Krebs” Dr. Walter Weber,
der Arzt und Gründer des Zentrums für Salutogenese Theodor Dierk Petzold,
der Psychologe und Professor Gerhart Unterberger, Begründer des Hildesheimer Gesundheitstrainings bei Krebs
der Bestsellerautor und Gründer des 3-E Zentrums Lothar Hirneise
die Psychoanalytikerin und Autorin Dr. Alexandra Kleeberg,
der Erfinder der Synergetik Therapie und Psychobionik Bernd Joschko,
die Betroffene und Therapeutin Lara´Marie Obermaier,
und viele Held*innen mehr.

Wir laden ein: “Der Schlüssel zur Heilung liegt in uns selbst”, sagt der Onkologe Dr. Walter Weber. Dieses Symposium ist für Sie nicht nur, wenn Sie betroffen sind, sondern auch, wenn Ihnen das Thema Krebs Angst macht, Sie vorbeugen möchten, Sie verbunden mit Betroffenen sind oder als Ärzt*in oder Therapeut*in mit Krebskranken arbeiten. Mehr über das Symposium erfahren Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken www.collectivehealing.com/symposium

Neben kürzeren Veranstaltungen von 30 – 45 Minuten, die kostenfrei sind, bieten wir 6 großartige Intensivworkshops von Expert*innen zum Thema Krebs von 90 -105 Minuten an. Diese können Sie als Paket zum Sonderpreis von 97 Euro inklusive drei Tage Messeeintritt (à jeweils 10 €) buchen. Jede/r 10. Teilnehmer*in (in der Reihenfolge der Anmeldungen) gewinnt eine 30- minütige Beratung bei einer/m von 7 Expert*innen des Symposiums. Es gibt nur eine limitierte Teilnehmer*innenzahl. Sicheren Sie sich schon jetzt im Vorverkauf Ihren Platz für alle Veranstaltungen. Eventuelle Restkarten an der Tageskasse kosten pro Intensivveranstaltung 25€.
Anmeldung einfach per Email an info@collectivehealing.com  oder durch Klick hier auf die Symposiums Webseite.

Wir freuen uns auf Sie!

Herzlichst Alexandra Kleeberg, Dietrich Busacker, Bettina Flossmann

Placebo und Nocebo in der Onkologie

Im Körper wirkt, wovon der Geist überzeugt ist

Dr. med. Walter Weber

Ziel dieses Artikels ist es, dem Laien/ Patienten ein Verständnis von Placebo und Nocebo nahezubringen, da ein Nocebo einen  ( gesundheitlichen ) Schaden anrichten kann, wenn der Laie/ Patient darauf nicht vorbereitet ist. Der Arzt sollte lernen, Nocebos zu vermeiden.

Ein Placebo ( wörtlich übersetzt: ich werde gefallen, ich werde nutzen ) ist ein Scheinmedikament, z.B.  Milchzucker, das überraschenderweise eine Wirkung erzeugen kann. Ist diese Wirkung positiv, z.B. Verschwinden von Magenbeschwerden, so sprechen wir von einem Placebo-Effekt. Ist die Wirkung negativ, z.B. Auftreten von Kopfschmerzen, so sprechen wir von einem Nocebo-Effekt ( wörtlich übersetzt: ich werde schaden ).

In fast jeder Studie werden die „wirklichen“ Medikamente mit Scheinmedikamenten verglichen, um herauszufinden, wieviel Wirkung durch das tatsächliche Medikament hervorgerufen wird ( pharmakologische Wirkung ).

Wir sprechen von einem Nocebo-Effekt beim Patienten, z.B. bei einem Auftreten von Kopfschmerzen durch ein Scheinmedikament. Von einer Nocebo-Antwort beim Patienten sprechen wir, wenn die Reaktionen nur durch die negativen Erwartungen des Patienten entstehen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Nocebo-Antworten hervorgerufen werden können: Informationen, Beipackzettel, Gespräche, Gestik und Mimik, Geräusche oder Gerüche.

Bei der Nocebo-Antwort finden wir die Verknüpfung   einer unbewussten negative Erwartungshaltung mit erlernten Reaktionsmustern( Konditionierung ): Im Körper wirkt, wovon der Geist überzeugt ist, z.B. Speichelfluss beim Anblick einer Zitrone. Die Effekte sind real und körperlich messbar. 

Nehmen wir den (Nocebo-)Satz eines Arztes: „Das sieht aber schlecht aus“. Ein Patient, der genau dieses fürchtet  ( bewusst oder unbewusst ), wird höchst – wahrscheinlich einem Symptom oder Missempfin -dungen reagieren. Ist der Geist nicht davon überzeugt, so wird dieser Satz den Patienten „kalt“ lassen.

Der  Arzt in der Onkologie hat eine besondere Verantwortung, eine Nocebo-Antwort zu vermeiden. Texte wie „Sie sind…“, „Sie haben..“ können zu körperlichen Reaktionen führen bis hin zu schwersten Auswirkungen. Der berühmte Arzt Hufeland sagte: „Den Tod verkünden heißt den Tod geben. Und das kann niemals ärztliche Aufgabe sein.“

Wie kann sich ein Patient gegen Nocebo-Antworten schützen? Günstig ist es in der Onkologie, Gespräche mit dem Arzt nie alleine zu führen: Im Körper wirkt, wovon der Geist überzeugt ist. Wenn der Patient die Gespräche mit einer vertrauten Person besprechen kann, können sich weniger negative Auswirkungen bei ihm festsetzen.

Einer Patienten hatte eine Ärztin gesagt ( wörtlich ): „Sie werden an dieser Erkrankung sterben“. Diese Nocebo- Aussage „saß“ und bewirkte bei der Patientin eine langanhaltende  Depression.

Als mich die Patientin später aufsuchte, konnte ich ihr in  einem Gespräch klarmachen, dass man natürlich an einer Erkrankung sterben könne. Die Ärztin könne dies in ihrem Fall aber gar nicht wissen, da sie sich nur auf statistische Aussagen berufen könne, nicht aber auf ihren Einzelfall. Ich konnte der Patientin also klar-machen: „Sie kann es gar nicht wissen!“ Die Folge: Im  Körper wirkt, wovon der Geist überzeugt ist. Die Patientin war jetzt gegen die Aussagen dieser Ärztin gewappnet. Ihre depressive Verstimmung verschwand nachhaltig.

Ein Kommunikationstrainung  während des Medizinstudiums und in ärztlichen Fortbildungen ist sinnvoll, um zu lernn, die Macht der Worte des Arztes zum Nutzen des Patienten einzusetzen und Schaden abzuwenden. Worte sind ein mächtiges Werkzeug, über das ein Arzt verfügt. Worte sind allerdings ein zweischneidiges Schwert: sie können verletzen und heilen. Erwartungen und Ängste des Patienten spielen hier eine große Rolle. Die Rolle der Nocebo-Antwort und seine Auswirkungen auf Körper und Seele des Patienten kann gar nicht hoch genug eingestuft werden, zumal es sich in der Onkologie immer um Leben und Tod handelt. Das sollte jedem Arzt bewusst sein.

Den Körper durch die Seele heilen

Interview mit Professor Christian Schubert

Professor Christian Schubert leitet das Labor für Psychoneuroimmunologie
an der Klinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität
Innsbruck. Seine Forschung zielt auf die Möglichkeiten,
mit Psychotherapie körperliche Krankheiten zu behandeln und zu heilen.
Beim Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr
hielt Professor Schubert den Vortrag »Psychoneuroimmunologie
– kann Glaube heilen?«.

Das gesamte Interview können Sie hier im PDF-Format herunterladen: 2015_4_Signal_Schubert_f_NL10_2015